Giftig für Hunde? Der Schnell-Check
45 geprüfte Aussagen · davon 32 unabhängig zweitbelegt · alle gegengeprüft
Verdachtsfall? Sofort Tierarztpraxis oder tierärztlichen Notdienst anrufen. Was hat der Hund gefressen, wie viel, wann – Verpackung bereithalten. Kein Erbrechen selbst auslösen. Diese Seite ersetzt keine tierärztliche Beratung.
Jeder gelistete Eintrag ist gegen veterinärmedizinische Fachquellen geprüft und von einer zweiten, unabhängigen Stelle gegengelesen: Merck und MSD Veterinary Manual, ASPCA Animal Poison Control, Pet Poison Helpline, American Kennel Club sowie CliniTox der Universität Zürich. 32 der 45 geprüften Aussagen tragen inzwischen eine zweite, davon unabhängige Quelle; wo wir keine gefunden haben, sagen wir es. Wo zwei Quellen einander widersprechen, führen wir beide auf und rechnen sie nicht gegeneinander auf. Wichtig bei allen Mengenangaben: Sie beziehen sich aufs Körpergewicht – für Welpen senkt das geringe Gewicht jede Schwelle drastisch, und keine Zahl ist eine Unbedenklichkeits-Garantie.
- Schokolade / Kakao GIFTIG
Giftig – enthält Theobromin und Koffein (Methylxanthine). Schon ab etwa 20 mg Methylxanthine je kg Körpergewicht sind milde Zeichen möglich, ab 40–50 mg/kg Herzwirkungen, ab 60 mg/kg Krampfanfälle – schwere Verläufe kommen auch darunter vor, die Empfindlichkeit variiert. Für Vollmilchschokolade nennt das MSD Vet Manual etwa 62 g je kg Körpergewicht als potenziell tödliche Größenordnung – keine Unbedenklichkeits-Grenze. Je dunkler, desto gefährlicher. - Xylit / Birkenzucker GIFTIG
Stark giftig – Unterzuckerung und mögliches Leberversagen; versteckt in zuckerfreiem Kaugummi, Backwaren, mancher Zahnpasta. Ab etwa 100 mg/kg ist Unterzuckerung beschrieben (teils binnen 30 Minuten), ab etwa 500 mg/kg schweres Leberversagen – Leberzeichen ggf. erst nach 24–48 Stunden. - Weintrauben / Rosinen GIFTIG
Giftig – Risiko für akutes Nierenversagen. Als möglicher Auslöser wird Weinsäure diskutiert; das MSD Vet Manual nennt sie ausdrücklich nur als vorgeschlagenes Wirkprinzip, und der American Kennel Club hält fest, dass die genaue Substanz unbekannt ist. Die Wirkung ist von Hund zu Hund verschieden – das MSD Vet Manual führt das auf den schwankenden Weinsäuregehalt zurück – eine Erklärung, die an derselben unsicheren Weinsäure-Hypothese hängt –, der American Kennel Club auf die individuelle Empfindlichkeit. Schon mehr als eine Traube oder Rosine je 4,5 kg Körpergewicht kann laut MSD genug Weinsäure enthalten, um ein Risiko für die Nieren darzustellen – ein Risikohinweis, keine Menge, unterhalb derer nichts geschieht. - Zwiebeln GIFTIG
Giftig – schädigt rote Blutkörperchen; roh, gekocht, getrocknet und als Pulver. Zeichen oft erst Tage später. Klinische Zeichen sind ab 15–30 g roher Zwiebel je kg Körpergewicht beschrieben. - Knoblauch GIFTIG
Giftig – wirkt wie Zwiebel und ist laut Merck Vet Manual 3- bis 5-mal toxischer als diese. „Knoblauch als Zeckenschutz“ ist deshalb keine gute Idee. - Macadamianüsse GIFTIG
Giftig – Schwäche, Erbrechen, Bewegungsstörungen, Zittern oder erhöhte Temperatur; der Mechanismus ist ungeklärt. Oft in Keksen versteckt. - Alkohol (auch roher Hefeteig) GIFTIG
Giftig – Alkohol wird über Magen-Darm-Trakt und Haut rasch aufgenommen und dämpft das Zentralnervensystem; schwere Fälle können in Koma, Krampfanfällen oder Tod enden, die Zeichen beginnen meist 30 bis 60 Minuten nach der Aufnahme. Quellen sind neben alkoholischen Getränken auch Reinigungsalkohol und Handdesinfektionsmittel, manche Arzneimittel-Lösungen (Elixiere) und gärender Hefeteig; schon 0,5 ml Isopropanol je Kilogramm Körpergewicht können beim Hund ernste Krankheitszeichen auslösen – keine Unbedenklichkeits-Grenze. - Kaffee / Koffein GIFTIG
Giftig – Koffein wirkt als Methylxanthin wie Schokolade; besonders gefährlich sind konzentrierte Quellen (Kaffeesatz, Espresso, Tabletten, Energydrinks). - Paracetamol GIFTIG
Giftig – Paracetamol trifft beim Hund vor allem die Leber: Gelbsucht, Leberschädigung und Lebergewebsuntergang treten beim Hund häufiger auf als bei der Katze. Vergiftungszeichen sind ab über 100 mg je Kilogramm Körpergewicht beschrieben, Schäden der roten Blutkörperchen (Methämoglobinbildung) ab über 200 mg/kg, bei wiederholter Gabe auch bei niedrigeren Dosen – keine Unbedenklichkeits-Grenze. Bei manchen Hunden kommt ein akutes trockenes Auge hinzu. Niemals ohne tierärztliche Anweisung: Die Fachquelle nennt Paracetamol ausdrücklich unter den Mitteln, die bei Haustieren nur auf tierärztliche Anweisung angewendet werden dürfen. - Ibuprofen & andere NSAR GIFTIG
Giftig – Ibuprofen hat beim Hund nur eine geringe Sicherheitsspanne: Längere Anwendung kann Magengeschwüre, Durchbrüche der Magenwand und Nierenschäden verursachen, möglich sind auch niedriger Blutdruck, Bewegungsstörungen, Herzwirkungen, Krampfanfälle, Koma und Tod. Schon eine einzelne Aufnahme kann plötzliches heftiges Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust auslösen. Niemals ohne tierärztliche Anweisung. - Avocado BEDENKLICH
Bedenklich – der verschluckte Kern kann den Magen-Darm-Trakt verlegen; gegenüber dem Wirkstoff Persin gelten Hunde laut MSD im Vergleich mit anderen Tierarten als eher unempfindlich (Herzmuskelschaden beim Hund nur als Einzelfallbericht mit zwei Tieren dokumentiert). Eine Entwarnung für die Frucht ist das nicht. Fettreich – für Welpenmägen ohnehin ungeeignet. - Lauch, Schnittlauch & Bärlauch (Allium-Gewächse) GIFTIG
Giftig – Schwefelverbindungen in Lauchgewächsen (Zwiebel, Knoblauch, Schnittlauch, Porree) schädigen die roten Blutkörperchen, roh, gekocht, getrocknet oder als Pulver. Die Anzeichen zeigen sich oft erst mehrere Tage später – ein zunächst unauffälliger Hund ist keine Entwarnung. Ab etwa 15 bis 30 Gramm roher Zwiebel je Kilogramm Körpergewicht sind bei Hunden Vergiftungszeichen beschrieben, Knoblauch gilt als 3- bis 5-mal giftiger – das sind Beobachtungswerte, keine Unbedenklichkeits-Grenze. - Wildpilze GIFTIG
Giftig – viele Wildpilze reichen von leichten Magen-Darm-Beschwerden bis zu tödlichen Leber-, Nieren- oder Nervenschäden; selbst Fachleute können sie oft nicht sicher bestimmen. Zeigen sich Anzeichen erst nach mehr als 6 Stunden, gilt das als lebensbedrohlich; Anzeichen innerhalb von bis zu 3 Stunden sprechen meist für einen selbstbegrenzten Verlauf – eine kurze Latenzzeit ist aber keine Entwarnung, weil giftige und ungiftige Pilzarten gemeinsam aufgenommen worden sein können. - Kakao-Mulch (Gartenmulch) GIFTIG
Giftig – Kakao-Mulch aus Kakaobohnenschalen enthält wie Schokolade die Methylxanthine Theobromin und Koffein. Für Tiere, die den Mulch gefressen haben, sind Todesfälle berichtet worden (MSD Vet Manual). Der Giftnotruf Pet Poison Helpline ordnet die im Netz kursierenden Berichte als anekdotisch ein und hält einen plötzlichen Tod ohne vorherige andere Krankheitszeichen für sehr unwahrscheinlich; er beschreibt stattdessen einen fortschreitenden Verlauf und rät ausdrücklich, Tiere den Mulch nicht fressen zu lassen. Die beiden Quellen widersprechen sich also nicht darin, dass Kakao-Mulch gefährlich ist, sondern nur darin, wie belastbar die Berichte über plötzliche Todesfälle sind. Kakaobohnenschalen enthalten laut MSD etwa 9 mg Methylxanthine je Gramm; manchen Mulch-Produkten wurden sie bei der Herstellung entzogen. Die Pet Poison Helpline beschreibt es anders: Bei der Verarbeitung werde zwar ein Großteil entfernt, verarbeiteter Mulch könne aber weiterhin 0,19 bis 2,98 Prozent Theobromin und 0,5 bis 0,85 Prozent Koffein enthalten; zusammen sind das bis zu rund 38 mg Methylxanthine je Gramm und damit ein Mehrfaches des Werts für die rohe Schale. Von außen ist das nicht zu erkennen, ohne Herstellerangabe also keine Unbedenklichkeits-Annahme. - Betablocker (z. B. Metoprolol, Bisoprolol) GIFTIG
Giftig – Betablocker hemmen Beta-Adrenorezeptoren; bei Überdosierung sind ein zu langsamer Herzschlag und ein zu niedriger Blutdruck die häufigsten Anzeichen bei Hunden, seltener Unterzuckerung, erhöhtes Kalium, Atemdepression, Koma oder Krampfanfälle. Dieser Eintrag deckt nur Betablocker. Bluthochdruck wird auch mit ACE-Hemmern, Sartanen, Kalziumkanalblockern und Entwässerungstabletten behandelt; die wirken anders und sind hier noch nicht geprüft. Welcher Wirkstoff es war, steht auf der Packung – ist er unbekannt, gilt trotzdem: sofort Tierarztpraxis anrufen. - ASS / Aspirin GIFTIG
Giftig – ASS (Acetylsalicylsäure) kann bei Hunden Magen-Darm-Schäden bis zu Bluterbrechen und Magengeschwüren sowie Leberschäden, Krampfanfälle und Koma auslösen; Katzen sind noch empfindlicher, weil sie den Wirkstoff deutlich langsamer ausscheiden. Bei wiederholter Gabe von 25 mg/kg alle 8 Stunden zeigten laut Quelle 50 Prozent der Hunde bereits nach 2 Tagen Schleimhauterosionen; eine Einzeldosis von 450 mg/kg kann akute Magen-Darm-Störungen, Fieber, Krampfanfälle oder Koma auslösen – keine Unbedenklichkeits-Grenze. - Vitamin-D-Präparate (Cholecalciferol) GIFTIG
Giftig – Cholecalciferol (Vitamin D3), der Wirkstoff in vielen Rattengiften, stört bei Überdosierung den Calcium- und Phosphathaushalt und kann zu Verkalkung vor allem der Nieren bis zum Nierenversagen führen; schon vergleichsweise niedrige Dosen können laut Quelle schwer bis tödlich verlaufen. Erste Anzeichen sind laut Quelle schon ab 0,1 mg/kg möglich, eine gefährliche Weichteilverkalkung ab mehr als 0,5 mg/kg; die oft genannte akute Letaldosis von 13 mg/kg und die LD50 von 88 mg/kg liegen weit darüber und taugen laut Quelle nicht als Maßstab für den Einzelfall. - Antidepressiva (SSRI) GIFTIG
Giftig – SSRI-Antidepressiva (etwa Fluoxetin, Sertralin, Citalopram) können bei Hunden nach Überdosierung ein lebensbedrohliches Serotonin-Syndrom mit verändertem Bewusstsein, Zittern, Durchfall sowie Veränderungen von Herzfrequenz und Blutdruck auslösen; auch die Überdosierung anderer Antidepressiva kann Magen-Darm-Zeichen, Krampfanfälle und Herzrhythmusstörungen hervorrufen. - Nikotin (Tabak, Zigaretten, E-Zigarette) GIFTIG
Giftig – Nikotin aus Zigaretten, Zigarren, Kautabak, E-Zigaretten und allen anderen nikotinhaltigen Produkten ist für Hunde giftig; Vergiftungszeichen können schon nach rund 15 Minuten auftreten. Möglich sind Übelkeit, Erbrechen, Speicheln und Durchfall, in schwereren Fällen Übererregbarkeit, Muskelzittern, beschleunigter Herzschlag mit nachfolgender Schwäche, Krampfanfälle, niedriger Blutdruck und Atembeschwerden. Auch die verschluckte Batterie einer E-Zigarette kann Verätzungen in Maul, Rachen oder Magen verursachen. Bei einer Nikotin- oder Tabakvergiftung sind laut Fachquelle Zittern, Bewegungsstörungen, Atemnot, Lähmung, Koma und Tod beschrieben; nur leicht betroffene Tiere erholen sich dort binnen weniger Stunden auch ohne Behandlung – wer dazugehört, lässt sich zu Hause nicht feststellen. Bei Verdacht auf eine Nikotinaufnahme umgehend die Tierarztpraxis oder eine Giftnotrufzentrale kontaktieren. - Cannabis / THC GIFTIG
Giftig – THC aus Cannabis wirkt bei Hunden über Cannabinoid-Rezeptoren im zentralen Nervensystem und führt häufig zu Mattigkeit, Gleichgewichtsstörungen (Ataxie) und Erbrechen, seltener zu Herzrhythmusstörungen, Zittern oder veränderter Körpertemperatur. Der THC-Gehalt reicht von etwa 4 bis 20 Prozent im Pflanzenmaterial bis zu 80 bis 90 Prozent in Konzentraten wie Haschisch oder Ölen – Formen mit höherem Gehalt sind entsprechend gefährlicher. Die Krankheitszeichen sind meist selbstbegrenzt und klingen innerhalb von 1 bis 3 Tagen ab, Todesfälle sind extrem selten – die zwei veröffentlichten Todesfälle bei Hunden betrafen allerdings Backwaren mit Marihuana-Butter, ein konzentriertes Produkt. Erste, leichte Vergiftungszeichen sind laut Quelle schon ab etwa 0,3 bis 0,5 mg THC je Kilogramm Körpergewicht möglich, mäßig ausgeprägte ab mehr als 2 bis 3 mg/kg; die vermutete tödliche Dosis liegt bei mehr als 3 bis 9 Gramm THC-reichem Pflanzenmaterial je Kilogramm – keine Unbedenklichkeits-Grenze für kleinere Mengen, da schwankende Wirkstoffgehalte die tatsächlich aufgenommene Dosis oft nicht abschätzbar machen. - Frostschutzmittel (Ethylenglykol) GIFTIG
Giftig – die meisten Ethylenglykol-Vergiftungen gehen laut Quelle auf Kfz-Kühlerfrostschutz zurück; Ethylenglykol steckt außerdem in manchen Wärmetauscher-Flüssigkeiten (Solaranlagen, Eisbahn-Kühlung) sowie in manchen Brems- und Getriebeflüssigkeiten. Es schmeckt süß, und die tödliche Menge ist gering: bei Hunden können schon 3 bis 4 Teelöffel tödlich sein – die Vergiftungsspanne ist entsprechend eng, und das ist keine Unbedenklichkeits-Grenze. Für Hunde wird eine rechnerische minimale tödliche Dosis von etwa 4,4 bis 6,6 ml je Kilogramm Körpergewicht angegeben – keine Unbedenklichkeits-Grenze, sondern der Punkt, ab dem laut Quelle mit dem Tod gerechnet wird; erste Anzeichen zeigen sich 30 Minuten bis 12 Stunden nach der Aufnahme, das Nierenversagen beim Hund 36 bis 72 Stunden danach. - Ratten- & Mäusegift (Antikoagulanzien) GIFTIG
Giftig – Antikoagulanzien in Ratten- und Mäusegift (u. a. Warfarin, Coumatetralyl, Chlorphacinon, Diphacinon, Brodifacoum, Bromadiolon, Difenacoum) blockieren die Wiederaufbereitung von Vitamin K1, sodass die Gerinnungsfaktoren fehlen und die Blutgerinnung versagt. Anfangs zeigt der Hund keine Anzeichen: Die vorhandenen Gerinnungsfaktoren sind erst 24 bis 64 Stunden nach der Aufnahme aufgebraucht, und Blutungszeichen treten typischerweise 3 bis 7 Tage nach der Aufnahme auf – überwiegend als innere Blutungen in Brustfell und Lunge (mit Atemnot), Körperhöhlen, Magen-Darm-Trakt, Harnwegen und Gelenken. - Schneckenkorn (Metaldehyd) GIFTIG
Giftig – Metaldehyd steckt laut Quelle in über 80 Prozent der Schnecken- und Nacktschneckenköder weltweit und löst schwere neurologische Vergiftungen aus: starkes Zittern, Angstverhalten, gesteigerte Reizempfindlichkeit, Bewegungsstörungen, beschleunigter Herzschlag und eine gefährlich erhöhte Körpertemperatur (oft über 41 bis 42 Grad Celsius), im weiteren Verlauf Streckkrampf und anhaltende Krampfanfälle. Die Köder sind meist eingefärbtes Granulat oder Pellets, es gibt sie aber auch als Flüssigkeit, Pulver, Schrot, Gel oder Paste. Erste neurologische Anzeichen entwickeln sich laut Quelle 30 Minuten bis 6 Stunden nach der Aufnahme; der Tod kann bereits 4 bis 24 Stunden danach eintreten, laut Quelle ausdrücklich aber auch später. Bei Tieren, die die akute Phase überstehen, kann zwei bis drei Tage nach der Aufnahme ein Leberschaden hinzukommen – keine Unbedenklichkeits-Grenze, die 30 Minuten sind ein Beobachtungswert und keine Abwartefrist. - Batterien & Knopfzellen GIFTIG
Giftig – das alkalische Gel in Batterien verflüssigt Gewebe bei Kontakt und kann tief eindringende Verätzungen verursachen; Lithium-Knopfzellen können in der Speiseröhre hängen bleiben und dort einen Stromfluss erzeugen, der zu ringförmigen Geschwüren bis zum Durchbruch führt. Hunde sind laut Quelle am häufigsten betroffen – bei Verdacht so schnell wie möglich zur Tierärztin oder zum Tierarzt. - Waschmittel-Pods GIFTIG
Giftig – Waschmittel-Pods enthalten stark konzentriertes Reinigungsmittel (anionische und nichtionische Tenside, Propylenglykol, Ethanol) in einer dünnflüssigen, unter Druck stehenden Hülle. Beißt der Hund hinein, überzieht der Inhalt den hinteren Rachenraum und reizt ihn, kann in die Speiseröhre gelangen und dort Würgen auslösen; wird das Hochgewürgte eingeatmet, droht eine Aspirationspneumonie – genau das macht Pods laut Quelle gefährlicher als herkömmliches Waschmittel. Hunde sind am häufigsten betroffen, weil sie unbedacht fressen und das ganze Produkt ins Maul nehmen, bevor sie kräftig zubeißen; häufigstes Zeichen ist Erbrechen, ein Teil der Hunde entwickelt Atemnot, Schwäche, Kollaps und Schock. Augen- und Schleimhautreizungen sind bei Reinigungsmitteln dieser Art ebenfalls möglich. - Ätherische Öle / Teebaumöl GIFTIG
Giftig – Teebaumöl (Melaleuca) ist laut Fachquelle das am häufigsten gemeldete ätherische Öl bei Vergiftungen von Heimtieren. Ätherische Öle werden über Magen-Darm-Trakt, Haut, Lunge und Schleimhäute rasch aufgenommen; je höher die Konzentration, desto größer das Risiko, und konzentrierte Öle sollen nie direkt auf Tiere aufgetragen werden. Die Zeichen setzen binnen Minuten bis Stunden ein: Erbrechen, Mattigkeit, Speicheln, Bewegungsstörungen und Appetitlosigkeit, dazu Zittern, Krampfanfälle, Lähmung der Hinterhand sowie Leber- und Nierenversagen. Teebaumöl zählt dabei zu den potenziell leberschädigenden Ölen. Katzen sind wegen eines Enzymmangels besonders empfindlich – Hunde haben diesen Mangel nicht, sind laut Quelle aber ebenfalls gefährdet. - Eibe (Taxus) GIFTIG
Giftig – Nadeln, Rinde und Samen sind giftig; ausgenommen ist der rote, fleischige Samenmantel. Die Universität Zürich nimmt zusätzlich unzerkaut verschluckte Samen aus und nennt als besonders giftig die Nadeln und die zerkauten Samen; das MSD Vet Manual führt die Samen ohne diese Einschränkung. Ob ein Hund gekaut hat, ist von außen nicht erkennbar – ein aufgenommener Samen ist deshalb immer als giftig zu behandeln. Die Vergiftung zeigt sich mit Nervosität, Zittern, Koordinationsstörungen, Atemnot und Zusammenbruch, der Herzschlag verlangsamt sich bis zum Stillstand, der Tod kann rasch eintreten. - Oleander GIFTIG
Giftig – Oleander ist als ganze Pflanze giftig, frisch wie getrocknet; die Vergiftung verläuft kurz und heftig mit schwerer Magen-Darm-Entzündung, Erbrechen, Durchfall, beschleunigtem Puls, Schwäche und Tod. - Palmfarn / Sagopalme (Cycas) GIFTIG
Giftig – der Palmfarn/die Sagopalme ist für Hunde giftig (Wirkstoff Cycasin); typische Anzeichen sind Erbrechen, Teerstuhl, Gelbsucht, erhöhter Durst, blutige Magen-Darm-Entzündung, Gerinnungsstörung und Leberschaden bis zum Leberversagen. Alle Pflanzenteile sind giftig, die Samen am stärksten. Erste Anzeichen wie Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Mattigkeit und Bauchschmerz zeigen sich laut Quelle oft schon innerhalb der ersten vier Stunden nach der Aufnahme; daraus kann sich innerhalb von 48 bis 72 Stunden ein Leberversagen entwickeln. Innerhalb der ersten vier Stunden heißt nicht erst nach vier Stunden – keine Unbedenklichkeits-Grenze, die Vergiftung kann schon laufen, auch wenn zunächst nichts zu sehen ist. - Dieffenbachie GIFTIG
Giftig – die Dieffenbachie ist in der ganzen Pflanze einschließlich des Safts giftig; beim Kauen entstehen sofort heftiger Schmerz, Brennen und eine Entzündung in Maul und Rachen, dazu Appetitlosigkeit, Erbrechen, starkes Speicheln und Atembeschwerden.
Stand der Prüfung: 30 von 195 Einträgen veterinärmedizinisch verifiziert (10.08.2026) – die Liste wächst tranchenweise; ungeprüfte Einträge zeigen wir bewusst nicht.
Quellen
- MSD Vet Manual – Chocolate Toxicosis
- MSD Vet Manual – Xylitol Toxicosis
- MSD Vet Manual – Grape/Raisin Toxicosis
- Merck Vet Manual – Garlic/Onion
- Merck Vet Manual – Macadamia · Avocado
- MSD Vet Manual – Toxicoses From Alcohols (Alkohol) · Human Analgesics (Paracetamol) · Human Over-the-Counter Drugs (Ibuprofen)
- MSD Vet Manual – Garlic/Onion (Allium) Toxicosis
- MSD Vet Manual – Mushrooms Toxic to Animals
- MSD Vet Manual – Cardiovascular Medications Toxicosis (Betablocker)
- Merck Vet Manual – Human Analgesics Toxicosis (ASS/Aspirin)
- MSD Vet Manual – Cholecalciferol (Vitamin D3) Poisoning
- Merck Vet Manual – Antidepressants Toxicosis
- ASPCA Animal Poison Control Center – Nikotin · MSD Vet Manual – Nikotin/Tabak, schwere Verläufe
- MSD Vet Manual – THC Toxicosis
- MSD Vet Manual – Ethylene Glycol (Antifreeze) Poisoning · MSD Vet Manual – Ethylene Glycol Toxicosis
- MSD Vet Manual – Anticoagulant Rodenticide Poisoning (Rattengift) · Metaldehyde Poisoning (Schneckenkorn)
- MSD Vet Manual – Household Hazards (Batterien) · MSD Vet Manual – Household Cleaners (Waschmittel-Pods) · Essential Oils (Teebaumöl)
- MSD Vet Manual – Plants Poisonous to Animals (Eibe, Oleander, Dieffenbachie) · ASPCA – Sago Palm · MSD Vet Manual – Houseplants and Ornamentals (Sagopalme)
- American Kennel Club – aspirin for dogs
- American Kennel Club – can dogs eat avocado
- American Kennel Club – can dogs eat chocolate
- American Kennel Club – can dogs eat garlic
- American Kennel Club – can dogs eat onions
- American Kennel Club – dangers of xylitol
- American Kennel Club – human foods dogs can and cant eat
- American Kennel Club – marijuana poisoning in dogs
- American Kennel Club – nsaids for dogs
- American Kennel Club – the 10 human medications most dangerous to dogs
- American Kennel Club – can dogs eat macadamia nuts
- American Kennel Club – is alcohol dangerous for dogs
- ASPCA Animal Poison Control – animal poison control alert keep laundry detergent pods away pets
- ASPCA Animal Poison Control – digging deeper getting facts dangers antifreeze and your pets
- ASPCA Animal Poison Control – essentials essential oils around pets
- ASPCA Animal Poison Control – fungus among us mushroom toxicosis
- ASPCA Animal Poison Control – rodenticide and your pet what you need know
- ASPCA Animal Poison Control – dieffenbachia
- Pet Poison Helpline – dangers of slug and snail bait for pets
- Pet Poison Helpline – batteries
- Pet Poison Helpline – nicotine
- Pet Poison Helpline – sago palm
- CliniTox, Universität Zürich – 0035 bot.htm
- American Kennel Club – can dogs eat grapes
- Pet Poison Helpline – things in your yard that are poisonous to dogs cats
- CliniTox, Universität Zürich – Taxus (Eibe)